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Die Kirmes in Poppenhausen

Was ist Kirmes?

Kirmes ist ursprünglich ein heidnisches Fruchtbarkeits- oder Erntedankfest, welches später von der Kirche übernommen und mit einem neuen Sinn versehen wurde. Heidnische Stämme haben damals schon ihre Ernten mit großen Gelagen gefeiert.

Die Kirmes hat ihren namentlichen Ursprung im jüdischen Tempelweihefest “Chanukka“, was übersetzt „Weihe“ bedeutet.

Bei den Christen wurde die öffentliche Kirchweihe erst seit ca. 300 begangen.

Im Mittelalter wurde Kirmes als religiöses Fest zur Erinnerung an die Einweihung einer christlichen Kirche gefeiert.

Spätestens im 12. Jahrhundert hat sich parallel zum Kirchenfest auch eine weltliche Veranstaltung gebildet mit Warenhändlern, Artisten und Schaustellern.

Heut spielt der religiöse Zusammenhang oft eine untergeordnete Rolle. Oft wird die Feier des Jahrestages auf den Namenstag des gewählten Patrons der Kirche gelegt. Es gibt aber auch Kirchtage am Tag der Weihe der jeweiligen Kirche oder am allgemeinen Kirchentag, das ist der dritte Sonntag im Oktober.

Heute wird von Mai bis in den November hinein immer irgendwo Kirmes gefeiert, meist so, dass benachbarte Orte nicht zur selben Zeit die Kirmes begehen.


Wie alles begann….2005:

Im September 2005 luden wir die Kirmesgesellschaft aus dem Nachbarort Käßlitz zu uns ein, weil wir keine Zeit mehr hatten, um uns intensiv auf eine „Plankirmes“ vorzubereiten. Die Käßlitzer Kirmesgesellschaft präsentierte uns und unseren Gästen Tänze aus der guten alten Zeit.

Das Highlight bei dieser Kirmes kam aber von uns – es war unsere erste eigene Kirmespredigt, auf die wir sehr stolz sind. Sie wurde von Gerlinde Sohl geschrieben und von Marko Amend vorgetragen. Marko wurde damals von den zukünftigen Kirmesmädchen auf einem Rasentraktor in den Saal gefahren. Sein Lied war: „Resi i´ hol´ di´ mit mein´ Traktor ab“, welches Live vom „Straufhain Express“ gespielt wurde.


Poppenhäuser Plankirmes 2006 – „Ein Jubiläum der besonderen Art“

Ein Jubiläum der besonderen Art wurde feierten wir 2006. Da wir im Vorjahr keine richtig Plankirmes auf die Beine gebracht hatten, nahmen es wir dann in diesem Jahr in Angriff.

Warum???.... Deshalb:

Im Jahr 1956, also genau vor 50 Jahren, fand bei uns die letzte Plankirmes statt. In den vergangenen JahrenBild fehlten in unserer Gemeinde die entsprechenden Jungen und Mädchen, um eine „Plan“ zu machen.
Dieses „50-jährige- Jubiläum“ war dann unser Ansporn und Anlass genug, um sich 

zusammenzufinden und wieder eine Plankirmes zu organisieren, letztendlich auch, um die Tradition des Heimatortes zu bewahren.

Und wie es sich zu einer richtigen Plankirmes gehört musste auch ein „Kirmesbaum“ her. Also fuhren unsere Burschen, zwei Tage vor Beginn der Kirmes, in den Wald und fällten den Baum. Die Mädels waren in der Zwischenzeit mit Kranz- Girlandebinden beschäftigt, mit welchen der Baum anschließend geschmückt wird. Das Ergebnis von beiden Geschlechtern konnte sich sehen lassen. 

Mit Hilfe der Firma Wolfschmidt aus Käßlitz konnte der Baum aufgestellt werden. Wochenlang haben wir geprobt und die notwendigen Trachten und Utensilien beschafft. Die erste Pflicht der Kirmesgesellschaft war der „Kirchweihgottesdienst“ am Samstagnachmittag, bevor am Abend die Planaufführung und eine Showeinlage präsentiert wurden. Beides wurde mit viel Lob und Beifall der Zuschauer und Gäste aus Nah und Fern belohnt.

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Die Kapelle „Straufhain Express“ leistete dabei als erfahrene „Plankirmesbetreuer“ einen großen Beitrag dazu. Somit wurde diese Plankirmes zu einer wunderbaren und angenehmen Veranstaltung.

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Der Samstag war geschafft, nun wartete der Sonntag noch auf uns. Da standen die „Ständchen“, die „Schandtaten der Kirmesgesellschaft“ (Sprüche) und die „Kirmespredigt“ auf dem Programm. Auch das meisterten wir und waren froh, dieses Wochenende heil überstanden zu haben. Und eins stand für alle fest: 2007 heißt es wieder: „Plankirmes in Poppenhausen“.

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Kirmesgesellschaft 2006


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kniend von links nach rechts:

Christoph Grund = Gießerträger

Tina Leuthäuser = Bürgermeisterin


stehend von links nach rechts:

Lucie Renk (fehlt) - Mathias Langguth

Antje Langguth - Daniel Götz

Manja Beiersdorf - Tobias Götz

Sylvi Roth - Robert Wolf

Anika Merten - Thomas Wolf



2. Poppenhäuser Plankirmes 2007

Wie auch im vergangenen Jahr organisierten wir wieder eine „Plankirmes“. Alles begann, wie immer am Donnerstag, mit der Aktion „Kirmesbaum“. BildWoher? Wer holt ihn? Wie und Wer stellt ihn auf? – Mit all diesen Dingen haben wir kein Problem, weil wir unseren Bruno Götz haben. Er ist der Kirmeshelfer für alle Fälle. Er ruft Herrn Stürze an und fragt nach dem Baum, er startet den Traktor und holt ihn damit zum Festplatz und das Aufstellen organisiert er auch. Wenn wir unseren Bruno nicht hätten, dann gäbe es auch keinen Kirmesbaum.

Dieses Jahr war das so ein Ding. Drei Stück mussten dran glauben. Der erste spaltete sich die Spitze beim Fall in die Tiefe und der zweite verkeilte sich in den Baumkronen. Also musste ein dritter dran glauben, weil alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei, weil ein vierter wäre von Herrn Stürze nicht mehr genehmigt worden.

Als der Baum auf dem Festplatz angekommen war hieß es für die Burschen „Schälen, die Rinde muss ab.“ 

In der Zwischenzeit, wurde wie letzten Jahr, der Kranz gebunden und anschließend mit Hilfe der Firma Wolfschmidt der Baum zum Stehen gebracht. Am Freitag haben wir dann das „Antrinken der Kirmes 2007“ gefeiert. Unsere Gäste wurden mit traditionellen Speisen aus der „Metzgerei Brehm“ und Bier vom Fass verwöhnt. Für die Unterhaltung sorgte wieder, unsere mittlerweile eingebürgerte Haus- und Hofkapelle, der „Straufhain Express“, die zünftige Blasmusikweisen zum Besten gaben.

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Der Samstag begann für die Kirmesgesellschaft mit dem traditionellen Kirchweihgottesdienst. Dieser wurde in diesem Jahr von einem Superintendenten gehalten wurde, weil unser Pfarrer Ullrich im Urlaub war. Die restlichen Stunden des Nachmittages gestalteten wir mit einer letzten Probe und einigen organisatorischen Dingen.

Gegen 20.30 Uhr legten wir dann mit unserem Einmarsch los. Anschließend brachten wir einen Rheinländer und einen Walzer sowie andere Traditionstänze zum Besten. Dieses Jahr neu war die Polka, die wir mit viel Schweiß und Disziplin für unsere Besucher einstudiert haben.

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Auch in diesem Jahr hatten wir einen Showtanz einstudiert. Er setzte sich aus 3 Songs zusammen, welche von Thomas Wolf in liebevoller Kleinarbeit bearbeitet wurden, um ein perfektes „Showtanzlied“ zu hören. Das Hauptthema darin befasste sich mit dem lateinamerikanischen Tanz „Cha-Cha-Cha“.

So nahm der Samstag dann langsam sein Ende, und der Sonntagfrüh war in greifbarer Nähe.

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Pünktlich um 09.00 Uhr startete dann am Sonntagmorgen die Kirmesgesellschaft mit dem „Straufhain Express“ ihre Runde durch das noch sehr ruhige Poppenhausen. Es wurde vor den Häusern das Tanzbein geschwungen und sich kräftig gestärkt. Gegen 12.30 Uhr erreichten wir endlich das letzte Haus. Unsere Mägen knurrten schon und bei den ein oder anderen traten erste Gleichgewichtsschwankungen auf.

Wir wurden schon im Saal herzlich erwartet. Es duftete nach Essen und wir stürmten alle sofort in die Küche, die auch wie am Freitag schon von der „Metzgerei Brehm“ betrieben wurde.

Viel Zeit blieb uns nicht, weil die Sprüche der Kirmespärchen und die Kirmespredigt in greifbarer Nähe waren. Der ein oder andere feilte in der kurzen Zeit noch mal an seinem Spruch. 
Die Kirmespredigt wurde von Holger Ackermann geschrieben und vorgetragen.


Kirmesgesellschaft 2007

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Pärchen:

Tina Leuthäuser - Thomas Wolf

Manja Beiersdorf - Manfred Westhäuser

Lucie Renk - Christoph Grund

Antje Langguth - Tobias Götz

Anneli S. - Mathias Langguth

Bettina Eberhardt - Stefan Fiedler


Gießerträger:

Daniel Götz und Robert Wolf (beide fehlen auf diesem Bild)


Mädchen für alles:

Anika Merten (hier als Gießerträgerin)

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Verfasst von Anika Merten.

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